Experiment Aquaponik

Nach meinem „Grün“-Experiment dieses Jahr und noch einer recht verrückten Bauaktion für meine Hühner, kommt jetzt die nächste Schnapsidee:

Mit Fischhaltung Wasser sparen?!?

Ständig muss ich mich daran erinnern, meine mittlerweile vielen Pflänzchen zu gießen. Zwar ist das Wasser aus der Leitung bei uns dankbarer Weise recht günstig, trotzdem nutze ich jede Gelegenheit, Wasser zu sparen. Kochwasser zum Beispiel verwende ich genauso weiter wie aufgefangenes Regenwasser. Kartoffelwasser beispielsweise stellt sogar einen recht passablen Dünger dar, erst recht wennn man die Flüssigkeit mit kleinenTeilen Kaffeesatz und Kompost mischt.

Und trotzdem ist es noch recht viel Leitungswasser.

Seit kurzem interessiere ich mich ausserdem noch für Speisefischhaltung zum Eigenbedarf. Doch hier, so die Recherchen, verbraucht man dan RICHTIG viel Wasser.

Das muss sich doch miteinander verbinden lassen??

Tatsächlich!

Das Stichwort lautet Aquaponik.

Jetzt auch noch Fische?!?

In einem Kreislauf wird das verbrauchte Wasser aus einem Fischtank in ein Pflanzenbeet in Hydrokultur gepumpt. Die Abfallstoffe aus dem Becken dienen dabei als Nährstoffzufuhr für die Pflanzen. Diese wiederum wandeln die Stoffe um und filtern das Wasser derart, dass es nach Durchlaufen des Beetes wieder zurück in den Fischtank geleitet werden kann. Je nach Intensität der Filterung sind noch Bakterien-Filter dazwischen, die die Umwandlung ein wenig unterstützen.

Dabei kann der Wasserverbrauch in der Fischhaltung zehnmal geringer gehalten werden. Eventuelle Pflanzenabfälle und Reste dienen ebenfalls dem Kreislauf und werden je nach Fischart als Futter ins Becken gegeben.

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Das will ich!

Also ran an die Arbeit!

Zunächst sei klargestellt: Ich habe (wie bisher schon mehrfach erwähnt!) KEINEN GRÜNEN DAUMEN!

Und Ahnung von Fischen habe ich auch nicht!!

Aber man lernt ja nun nie aus, also wälze ich zunächst einige Bücher, Zeitschriften und Internetseiten durch.

Schnell habe ich eine erste „Einkaufsliste“ beisammen, für einen ersten Test.

>>Hier geht’s zum kompletten Testlauf „Aquaponik“<<

Die Becken

Für den ersten Test wird ein 90l Mörtelkübel herhalten. Den habe ich noch aus der laufenden Gartensaison auf dem Balkon.

Für das Pflanzenbecken wird eine „Kroskiste“ zum Pflanzenhort mit Küchenabfluss umfunktioniert.

Für das Innenleben entscheide ich mich für Quarzkies.

Die Fischis bekommen 6-10mm, die Pflanzen 4-6mm. Wobei es bei den Pflanzen der gröbere Kies wohl auch getan hätte (Vermerk ans Tagebuch! 😛 ).

Dazu packe ich auch noch ein paar Lavasteine (die hatte ich noch auf dem Speicher)

Vom Ablauf des Pflanzenbeckens geht es mit einem Stück 3/4″ Schlauch abwärts, zurück in das Fischbecken.

Eine 22Watt Pumpe (bestellt) soll dafür das Fischwasser nach oben pumpen.

Ein 100Watt Heizstab soll demnächst für konstant warmes Wasser sorgen. Einen Filter werde ich (vorerst!) wohl nicht brauchen, da diesen Job die Pflanzen übernehmen.

tilapia

Nun zu den Fischchen:

Tilapias sollen es sein. Das sind sehr robuste und schnellwüchsige Tierchen. Dazu auch noch saulecker.

Die brauchen zwar recht warmes Wasser, da ich allerdings im gleichen Raum wo die Tiere wohnen sollen, einen Kamin habe, sollte sich das Heizen in Grenzen halten.

In Troisdorf tue ich eine nette Nachzüchterin auf, bei ihr bestelle ich 15 TILAPIA MARIAE mit einer Größe von derzeit 7-9cm, sowie zwei größere Exemplare für die eigene Nachzucht.

Kosten pro Fischchen (klein): 2 €

Gesamt: 30,- €

Pflänzchen:

Wir haben Dezember, daher macht eine richtig erntgemeinte Aussaat in meinen Augen keinen Sinn. Ich packe also aus eigenem Bestand meine Tomaten in das Testbecken. Dazu stecke ich mein beinahe vergessenes Basilikum und pflanze just for fun irgendwo dazwischen ein bischen Mangold. Hütte voll. Mal schauen was passiert.

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Indy
Indy
Indy ist MuayThai Kämpferin & passionierte Backpackerin aus Deutschland, arbeitet selbständig als "Sport & Media Entrepreneur" und Blogger und hat ein Faible für ausgedehnte Fern-(Sport & Abenteuer-) Reisen.

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