Blogging als Job… Blödsinn oder Realität?

Bloggen als Job? - © N. "Indy" Schumacher

Da ist er nun…fast vollständig umgezogen und mit neuem Stil und Image… der neue Reise- und Sportblog „@VentureOutThere„.

„Damals“, also vor ein paar Tagen 😛 , war er noch unter anderer Domain erreichbar. Das wichtigste also ist erstmal, wie bei einem richtigen Umzug, allen „Followern“ Bescheid zu geben…

..und das wird meine Arbeit in den nächsten Tagen sein.

Bloggen als Job? - © N. "Indy" SchumacherBloggen als Job? – © N. „Indy“ Schumacher

Schon im Moment des Umzugs bekommen die ersten Leute „Wind“ von der neuen Internetpräsenz. Auch Werbe-Anfragen von „damals“ werden spontan wiederholt…
Hier ist ja schließlich noch eine Menge Werbeplatz übrig…

Spontan geht mir der Gedanke durch den Kopf, wie viele Menschen im modernen World Wide Web Zeitalter einen Blog betreiben… wie viele von Ihnen verdienen wohl Geld damit?

Wie viele von diesen Verdienern können davon leben?

Die genaue Zahl wird wohl unbekannt bleiben, obwohl nicht wenige auf ihren eigenen Seiten damit „angeben“ wieviel pro Monat „reinkommt“. Aber genau genommen ist das Geld verdienen im Netz gar nicht so schwer.

Aber: Auch nicht (mehr) ganz so einfach!

Angefangen habe ich selber mit meinem privaten Sport- und Reiseblog, der dafür gedacht war, dass Freunde und Familienangehörige verfolgen können was ich „Out There“ so treibe. (Wenn sie mochten :-D) Zweifellos waren hier auch viele spannende Sachen dabei… schließlich kommt man mit einer TV-Kamera auch „hinter die Kulissen“.

Dann kamen Freunde von Freunden hinzu… Freunde und Bekannte von Familienmitgliedern, Mitschüler, Kollegen… plötzlich stieg die Zahl der Klicks… schnellte jedes Mal bei einer neuen Reise in die Höhe.

Schön und gut… mehr Klicks.. alles gut.

Aber wer würde für den Quatsch, den ich teilweise zusammenschreibe, jemals Geld bezahlen?? Nur weil der ein oder andere Artikel vielleicht ganz gelungen ist und auch hin und wieder von der örtlichen Presse übernommen wird, ist das noch lange keine Aussicht auf das schnelle oder große Geld.

Auch wenn die Vorstellung, mit einem eiskalten Mai Tai und einem Laptop am Strand von Phuket (Thailand) in der Sonne zu liegen und damit auch noch Geld zu verdienen, bei mir nicht auf Ablehnung trifft.

Aber mal den Spaß beiseite.
Die Möglichkeit, mit Bloggen Geld zu verdienen, besteht durchaus.
Allerdings bin ich der Meinung, dass es niemals reichen wird, um davon „leben“ zu können.
Und darum geht es doch schließlich beim Geld verdienen, oder?

Arbeite um zu leben.
Lebe nicht um zu arbeiten!

Das habe ich mir schon so oft geschworen…versprochen…vorgenommen…

Die Wahrheit sieht so aus, dass ich täglich 12-15 Stunden für mein täglich Brot arbeite.

Nein, nicht mit der Bloggerei… das mache ich danach! Wenn ich nach der Arbeit, dem Sport, einer Runde „Gassi“ mit meinen Hunden und einem kleinen Happen Essen noch stehen..bzw. sitzen kann, verbringe ich die restliche Zeit vor dem Laptop….nicht! Schließlich gibt es auch noch Freunde und Verwandte, die nicht zu kurz kommen wollen!

Also beschränkt sich die Zeit, die ich wöchentlich mit Bloggen verbringe, auf wenige Stunden. Mal 5-10min. in der Mittagspause… 2min. vor Trainingsbeginn… ein anderes Mal 10min. vor dem Schlafengehen…

That’s it!

Wie soll ein normaler vernünftiger Mensch davon leben können?
Wer jetzt nochmals recherchiert wird schnell auf Blogger treffen, die öffentlich kundtun, mit ihrem Blog monatlich locker 500 – 1000 Euro zu verdienen… einfach so.

Meistens kommen diese Einnahmen aus erfolgreichen Produktempfehlungen oder „Pay-per-Click“ Anzeigen. Hierbei wird jeder Klick eines Besuchers auf eine Werbeanzeige mit Cash belohnt.

Zweifelsohne können geschickte Blogger damit auch etwas mehr als einen Tausender verdienen… aber abzüglich aller Kosten, des Aufwands, etc. wird niemals mehr dabei herumkommen, als ein kleines Angestelltengehalt.
Dafür dass sich der Blogger dafür den Ar*** aufreißt und sicherlich ebenfalls wie ich Selbst & Ständige mindestens 15Stunden täglich für die Recherche eines neuen Artikels verballert…

Herzlichen Glückwunsch ihr Top Verdiener.

Habt ihr dabei wirklich noch Zeit, anderes zu tun??

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Auf den folgenden Seiten findet Ihr Angaben der Blogger zu ihren „Einnahmen“, sowie teilweise zu ihren gleichzeitigen Ausgaben…

Über die Lukrativität soll sich jeder selber eine Meinung bilden.

Flocutus Blog

Selbständig im Netz

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Nun mögen vereinzelt Menschen widersprechen und behaupten, es sei durchaus möglich plötzlich mithilfe des WorldWideWebs richtig gut „Kohle zu machen“.

Gut… wollen wir es einmal versuchen.
Wie bei jeder neuen „Mission“ fange ich einmal „klein“ an und setze mir das Ziel, meinen nächsten Urlaub (was’n das??) vom Bloggen finanzieren zu können.

Dazu sei erwähnt: So „klein“ ist dieses Ziel gar nicht, denn für jeden Tag, an dem ich daheim am Schreibtisch ausfalle, muss ich mich selbst irgendwie „entschädigen“. Die Miete muss trotzdem weiter gezahlt werden, andere laufende Kosten lösen sich ebenfalls nicht in Luft auf… und ganz nebenbei bekommt man einen Urlaub nicht geschenkt…

Schließlich ist nichts auf dieser Welt umsonst…
(ausser meine Backpack Touren durch das Bergische Land…die kosten nix! 😛 )

Also: Hiermit starte ich ganz offiziell das Experiment

„Urlaub für lau durch kreatives Schreiben im Internet“

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Indy
Indy

Indy ist MuayThai Kämpferin & passionierte Backpackerin aus Deutschland, arbeitet selbständig als „Sport & Media Entrepreneur“ und Blogger und hat ein Faible für ausgedehnte Fern-(Sport & Abenteuer-) Reisen.

2 thoughts on “Blogging als Job… Blödsinn oder Realität?

  1. Das Problem ist, das viele Leute den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Da werden tolle Blogging Systeme aus den USA angeboten, die das Business pushen sollen. Was machen die Leute? Statt Ihr Produkt, ihr Thema zu pushen, wird das System angepriesen. Bis jeder nur noch das System anpreist. Solch kostenpflichtige Blogs bringen meist kein rechtes Einkommen und werden oft im Network-Marketing vertrieben. Kostenfreie Blogs werden oft genutzt, um über Dies und Jenes zu bloggen. Mit Affiliate Marketing. Toll, das bringt ein paar Cent. Darüber werden konservative Methoden vergessen. Ich würde die Gasthöfe im Märkischen Land ansprechen, über sie Bloggen, schöne Bilder reinsetzen und das Ganze dann promoten. Der Gasthof müsste dann 50,– pro Artikel zahlen. Und die meisten machen das auch. Nicht anders funktionieren die Käseblättchen, die man im Briefkasten findet. So würde ich ran gehen.

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