Wohnwagen zu schwer?? Zukunftspläne

Bilbo ist zu schwer!

Nachdem ich am Montag mit meinem Hobby Wohnwagen endlich mal im Leerzustand auf der Waage war, kam das bittere Erwachen.

Vorabinfo: LEER war in meinem Fall

  • inkl. Gasflasche (halbvoll)
  • inkl. Ersatzrad vorne im Gaskasten
  • inkl. Verlängerungskabel für 230V Stromanschluss
  • inkl. 44Ah Batterie, Laderegler & 1000W Wechselrichter

Diese Dinge halte ich für absolut selbstverständlich, die sollten als „leer“ mit im Wohnwagen sein! Nun könnte man den Kühlschrank/ die Kühlbox, oder einen Wasserkanister noch mit hinzuzählen… habe ich aber weggelassen.

Das Ende vom Lied: Bilbo wiegt „leer“ 840kg!!

Ursprünglich mit einem max. Gesamtgewicht von 900kg angegeben (Plakette aussen am WoWa!), frage ich mich wie das jemand hinbekommen will??

60kg Zuladung?? Inkl. Wasser, Essen, Toilette, Hygieneartikel, Klamotten??

Irgendwas stimmt hier gewaltig NICHT!

Ein Blick in die Papiere vor dem Urlaub hat mir ja bereits verraten, dass Bilbo dann doch 1000kg wiegen darf. Ein Anruf bei Hobby klärt mich auf.

Mein kleiner Wohnwagen sei wohl dann schonmal „aufgelastet“ worden, wahrscheinlich im Zuge der 100km/h Zulassung. Das geht bei den meisten Herstellern recht schnell.

Einma auf die max. zulässige Achslast geschaut, Unbedenklichkeitserklärung geschrieben und ab damit in die Papiere. Denn meistens sind die Achsen für mehr Gewicht ausgelegt.

Auf die Frage, ob man nochmals auflasten könne bekomme ich eine schlechte Nachricht. Auch wenn die vordere Deichsel bis zu 1350kg tragen darf, geht es hauptsächlich darum, was die Hauptachse darf… und dort steht – einmal abgetaucht – etwas von 1080kg!

Maximum erreicht! Mehr geht nicht – und wird irgendwann gefährlich!

Also mit einem Gefühl der Ernüchterung nach Hause.

Und dort wird erstmal wieder gnadenlos reduziert. Was ich in den letzten Wochen und Monaten nicht gebraucht habe fliegt raus. Foto. Kleinanzeigen. Bumm. Fertig. Zum Teil landet das Zeug auch im Müll, da das unter Garantie keiner sonst mehr verwenden kann oder will.

Dann geht es an die Klamotten. T-Shirts, Pullover, Hosen, Handtücher… was zu viel ist und dazu jahrealt, kommt weg. Einige Lieblingsteile bleiben dann doch.

Fazit: 3 Hosen, 3 Pullover. Dann noch einiges an T-Shirts und Hemden. Aber dir brauche ich! Da kann ich lieber nochmal Stück für Stück reduzieren. Mich zwingt ja niemand zum Minimalismus!

Duschzeug, Hygieneartikel, Deo, Handtücher (noch mehr!!) – wird alles auf ein Minimum von einem Weidenkörbchen reduziert. Daneben kommt das Körbchen mit Erste-Hilfe Zeugs. Ja – ein ganzer Korb! Ich bin Kampfsportler…und Trainer! Da gehe ich regelmäßig dran! 😛

Küche. Ich reduziere auf zwei Töpfe, eine Pfanne…und Geschirr und Becher für zwei Personen. Ich wollte anfangs Plastik vermeiden, aber Glas ist ungleich schwerer. Und geht leicht kaputt. Raus damit. Und das schon vorhandene Plastik wegschmeißen – nur weil ich Plastik nicht mag – macht keinen Sinn!

Wider Erwarten entpuppen sich meine Kleidungsstücke als der Hauptgewichtsträger, denn auch nachdem ich mein Werkzeug reduziert habe, ist das Groß des Gewichts im Kleiderschrank.

Ich muss also das Grundgewicht von Bilbo reduzieren!!

Toller Gedanke.

Spontan fällt mir diese lustige Aktion ein:

Ich schnappe mir meine Regalböden und bohre Löcher rein! JAWOLL! Das bringt bestimmt 50% Ersparnis! Oder auch nicht! Beim ersten Brett sind es gerademal 20g. Wieviele Löcher soll ich denn heute bohren??

Bei dickeren Brettern spare ich dadurch schon etwas mehr. Ich komme nach zwei Stunden Bohren auf grandiose 1200g Ersparnis.

FAIL!

Also muss ich wohl doch anders Gewicht sparen!

Nochmals reduziere ich. Verschenke Zeug, fahre nochmals zum Kleiderspende-Container und zum Ökomenen-Haus. Nochmals 20kg gespart. Hier hat das „Gewicht-Machen“ funktioniert.

Ein weiterer Müllsack kommt weg – nochmal 20kg.

Aber am Ende reicht es vorne und hinten nicht. Ich bin, nachdem ich nach dem Urlaub alles an Hab und Gut wieder reingeräumt habe, gute 100kg über Maximalgewicht!

Das kann doch nicht sein?!

Damit werden meine Zukunftspläne mit Bilbo schon zu einem kleinen Problem. Denn ich kann nicht immer darauf hoffen, NICHT mit dem Wohnwagen auf die Waage zu geraten.

Nach mehreren Tagen des Nachdenkens und Suchens finde ich noch ein paar Stellen, an denen Bilbo „Übergewicht“ hat. So ist zum Beispiel durch den Vorbesitzer der Gaskasten einmal ausgetauscht worden. Durch eine schwere Holzplatte!

Ich verwerfe jedoch den Gedanken, diese durch etwas anderes auszutauschen. Unter meiner Gasflasche will ich etwas stabiles wissen. Und ich hätte schlussendlich vielleicht maximal 5kg Ersparnis.

Nein. Ich komme zu dem Resultat, dass Hobby eben – wie allgemein bekannt – eine Sparmarke ist und eben nicht so viel zuladen kann.

Ich komme ferner zu dem Schluss, dass Downsizing – oder hierzulande Minimalismus – durchaus hilfreich ist, sein Leben und den Alltag ganz schön zu entrumpeln. Was sich mit meinen Zukunftsplänen dann schon wieder gleicht.

Aber: Langfristig brauche ich dann doch ein paar Kilos mehr – die ich ganz offiziell und legal zuladen darf! Ich werde wohl also um einen Fahrzeugwechsel nicht drumherum kommen. Aber das ist ein Zukunftsprojekt, für das ich jetzt erstmal sparen muss.

Das wird aber sicher leichter als gedacht, denn ohne viel Mietzahlungen im Monat bleibt dann doch der ein oder andere Euro pro Monat übrig, der beiseite gelegt werden kann.

Und wie man generell spart, weiß ich auch!

In der Zwischenzeit erstelle ich Pläne…

  • Was für ein Fahrzeug soll es sein??
  • Was soll es „können“?
  • Welche Geräte brauche ich und will ich verbauen?
  • Thema Gewicht – wie spare ich da??

Dann gibt es noch weitere Dinge, die ich planen muss…

Ein weiterer Umzug steht demnächst an. Und mit mir müssen auch meine Tiere umziehen.

Das sind immerhin derzeit sechs Hühner, vier Kaninchen, ein Pony und zwei Hunde…

Leben im Wohnwagen ist toll – aber auch der braucht einen Stellplatz, wenn man nicht ständig auf Achse sein will. Und vorallem, wenn man Tieren ein Zuhause geben muss. Ich suche mir also in Kürze ein Stück Land, auf dem das alles möglich ist.

Nordrhein Westfalen hat leider ganz eigene Vorstellungen, wie der Mensch von heute zu leben hat. Erstwohnsitz in einer „vernünftigen“ Wohnung und so… alles andere ist verboten und nur mit einiger Trickserei zu realisieren.

Immerhin habe ich nun einen Platz gefunden, auf dem ein Zweitwohnsitz – ganz legal – möglich ist. Das ist schonmal ein Schritt…

..alle weiteren folgen in den nächsten Wochen.
Bleibt am Ball, wenn euch das interessiert! 😉

 

So long…
yours,

Indy

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