Willkommen in Amman

Was ich in Schweden sträflich vernachlässigt und schlicht und einfach übers frösteln vergessen habe, hole ich hier fleißig nach! Versprochen!

Willkommen in Amman!

Diesmal hat es uns wieder in den Süden verschlagen. Weit weg vom kalten Wetter und -35°C freuen wir uns auf Dreharbeiten mit Araber-Pferden, Sonne und …Sand. Aber so groß ist der Temperaturunterschied zu Deutschland – zumindest in der ersten Nacht – nicht. Gerade einmal acht Grad Celsius zeigt der Bordcomputer unseres Leihwagens bei Abfahrt vom Flughafen.

Irre ich mich, oder hat mich dieses technische Biest mit seiner giftgrünen Anzeige gerade angegrinst?? 😛

40km entfernt vom Airport beziehen wir ein Zimmer im Toledo Hotel – beinahe mitten im Stadtzentrum von Amman. Zur Straßenführung gibt’s später mal einen eigenen Artikel – das kann man nicht in (kurze) Worte fassen!

Wie gewohnt wird erstmal die Internet-Konnektivität gecheckt, dann die Minibar geplündert und DANN zu Abend gegessen.
Relativ früh geht’s dann auch schon ins Bett – die aus dem kalten Deutschland mitgebrachten Halsschmerzen und vier Stunden Flug von Frankfurt bis Amman machen müde 😉

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Montag, 14.April 2011

Easy Day – Nachdem wir morgens den Royal Stables einen kurzen Besuch abstatten, machen wir uns auf den Weg Amman zu erkunden. Das erste was wir finden: Stau. Und davon reichlich.

Ähnlich wie im thailändischen Bangkok interessieren Straßenführungen und Markierungen GAR NICHT, Ampeln nur bedingt (solange keiner guckt!) und andere Kraftfahrzeuge wenig – also nur wenn sie „stärker“ sind.

Trotzdem schaffen wir es rauf auf den Jabal Qala (Jabal = Hügel, Berg), einen der vielen Hügel von Amman, zur Zitadelle. Aus einer Höhe von 850 m erhält man einen der schönsten Ausblicke auf das römische Theater und die Stadt.

Amman

Die Zitadellen-Mauer ist relativ gut erhalten und ca. 1,7 km lang. Sie wurde von den Römern gebaut und später von den Umayaden zum Teil umgebaut oder sogar erneuert.

Amman, zu biblischen Zeiten als „Rabba“ bekannt und nach zwischenzeitlichem Zerfall als „Philadelphia“ (KEIN SCHERZ!) wieder erbaut, erlebte ihren Aufschwung in der hellenistischen – römischen Zeit (ca. 200-400 n. Chr.) und ist nicht nur auf Sand gebaut, sondern steht auf soliden Fundamenten. Die „modernen“ Häuser sind auf alten römischen Bürgerhäusern und Pflasterstraßen gebaut. Zum Glück wurden nicht alle Zeugnisse römischer Baukunst überbaut. Bis vor 20 Jahren erhob sich die Stadt auf sieben Hügeln.

Sieben mal sieben wäre heute treffender.
Durch den libanesischen Bürgerkrieg erlebt die Stadt 1975 einen regelrechten „Bau Boom“. Geschäftsleute aus Beirut verlegten ihren Sitz nach Amman. Seit dem wächst und wächst und wächst die Stadt, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Skyline ist bestückt mit Baukränen, Gerüsten und Baustellen.

Nach dem Zitadellen-Besuch geht’s weiter zum römischen Theater.

Römisches Theater

Im 2. Jahrhundert unter griechisch-römischer Herrschaft gebaut, bot es Schauspiele und Tierkämpfe.

Das Theater ist in den Hang hinein gebaut, hat 44 steile Reihen (hab‘ sie gezählt! :-P), somit ca. 5.000 – 6.000 Plätze und eine erhöhte Bühne mit Holzboden.

Wegen der hervorragenden Akustik wird es auch heute noch für Vorführungen aller Art genutzt.

Nach weiterem Stau zieht es uns am ersten Tag gegen vier Uhr schon zurück ins Hotel. Natürlich nicht ohne einen Besuch beim saubersten Zahnarzt der Stadt:

…kleiner Scherz am Rande… 😛

Immerhin ist das Thermometer auf warme 20° C geklettert und die Sonne scheint angenehm ins Gesicht. Trotzdem – Stau nervt, also zurück.

Ausserdem müssen wir für die nächsten Tage noch einiges organisieren.

So endet der erste Tag mit einem leckeren Abendessen und weiterer Internetrecherche.

Hier ein erster Eindruck von Amman: [nggallery id=27]

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Indy
Indy

Indy ist MuayThai Kämpferin & passionierte Backpackerin aus Deutschland, arbeitet selbständig als „Sport & Media Entrepreneur“ und Blogger und hat ein Faible für ausgedehnte Fern-(Sport & Abenteuer-) Reisen.