Mission Campervan – (m)ein neues Zuhause im Kastenwagen Wohnmobil

Ich habe die Schnauze voll.

Naja eigentlich noch nicht wirklich.

Ich mag Bilbo. Den kleinen 7qm Hobby Wohnwagen.

Aber:

1.) Der Wohnwagen ist zu schwer!

Ich fahre die wahrscheinlich kleinste Version dieser Wohnwagenart, welche nicht auf dauerhaftes Wohnen ausgelegt ist. Kurztrips sind damit gedacht. Und daher auch nur das geringe zulässige Gesamtgewicht von derzeit 1000kg. Das sind gerade einmal 150kg Zuladung. Keine Chance, um alles aus dem Alltag hier unterzukriegen. Ich habe nun schon etliche Male reduziert, was zugegeben der Seele gutgetan hat. Entrümpeln heißt auch Entrümpeln im Kopf. Aber mit zwei Hunden unter einem Dach zu wohnen, inkl. seiner Arbeitsutensilien, bedeutet dass man nunmal etwas Platz – vorallem aber Zulademöglichkeit benötigt.

2.) Der Wohnwagen ist nicht mobil genug!

Einen Wohnwagen kann man prima abstellen und dann mit dem Zugfahrzeug durch die Gegend fahren. Das klappt mit einem Wohnmobil natürlich nicht. In letzter Zeit komme ich aber immer mehr zu dem Schluss, dass das auch schon der einzige Vorteil des Wohnwagens ist. Ich kann zwar mit meinem Suki frei umherfahren, aber „mal eben“ irgendwo mit dem WoWa stehenbleiben und pennen ist dann in Good Old Germany doch etwas schierig. Auf Stellplätzen wird man entweder biestig angeschaut oder direkt angezickt. Denn ein Wohnwagen, selbst meiner, nimmt dann schnell mal so viel Patz weg wie zwei kleine Wohnmobile zusammen. Hier hätten nun zwei Wagen stehen können..
Wenn ich dann den WoWa abkuppeln will und wegfahren, hänge ich in Gedanken immer beim Anhänger. Geht da auch keiner dran?? Klaut den auch keiner?? Zwar ist ein Schloss und eine Kette als Sicherheitsvorkehrung angebracht, aber eine Garantie gibt es nicht!

3.) Der Wohnwagen ist kaum / gar nicht isoliert!

Auf Reisen habe ich ja schon einige kalte Nächte in meinem fahrenden Heim verbracht. Immer hat mir meine reparierte Heizung treue Dienste geleistet. Aber nun geht es hier in der Heimat auf den Herbst und Winter zu. In der letzten Nacht war bei 5° C Aussentemperatur dann Anheizen angesagt. Die Heizsaison ist eröffnet! Um Gas zu sparen, habe ich nur aufgeheizt und dann während der Nacht die Heizung wieder ausgestellt. Das habe ich dann gegen 3 Uhr morgens bereut. Selbst das dicke Plymo half nicht – ich musste wieder heizen. Die Wärme ist einfach zu schnell wieder weg, wenn die Heizung ausgestellt wird! Was, wenn im Winter mal das Gas alle ist? Oder es noch kälter wird? Ich denke, würde ich eine Wärmekamera auf den Wohnwagen richten, würde ich eine schlimme Überaschung erleben. Ich kann mir denken, wie sehr die Wärme an den Wänden verloren geht. Selbst neu ausbauen und dann anstäändig isolieren würde mir bei Bilbo nichts bringen. Bei einer Zuladung von 150kg schneide ich mir da ins eigene Fleisch.
No Way!

Daneben gibt es noch einige andere Gründe, warum ich mich langsam aber sicher von meinem kleinen Anhänger trennen will. Ich habe nachwievor meinen Spaß hier drin. Und ich wache jeden Morgen mit einem Gefühl von Urlaub auf. Ich schaue (bei gutem Wetter :-P) in die aufgehende Sonne und bin glücklich. Aber leider nicht, wenn ich wiedermal unterwegs sein muss und mir den Stress mache „Wohin mit dem WoWa??“ „Wo darf er stehen?“ „Wer fummelt daran rum während ich nicht da bin??“

Ich komme also zu dem Schluss: Er muss weg!

Aber jetzt noch nicht.

Ab jetzt heißt es sparen, recherchieren, planen.

Es soll ein Kastenwagen werden!

Dessen bin ich mir jetzt schon sicher. Ein klassisches Wohnmobil ist nämlich überhaupt nicht MOBIL. Und fällt auf. Einen Lieferwagen/ Kastenwagen kann ich auch gut durch Städte bewegen und einfach mal auch so abstellen. Wenn ich mich in der Aussenfolierung etwas bremsen kann, wird niemals auffallen, dass es eigentlich ein Mobilheim ist. Das will ich! Komplette Freiheit, zu gehen/fahren wann und wohin ich will!

Dafür soll aber alles passen, daher habe ich mir in meiner Planung gewisse Vorgaben zurechtgelegt, die ich vor, bei und nach dem Kauf beachten will.

Vorgabe 1: Grundfahrzeug

  • TÜV soll er haben
  • Bremsen, Leitungen, Motor i.O.
  • Getriebe, etc. i.O.
  • max. 6000 €

Nach einigen Recherchen komme ich zu dem Schluss, dass hier für mich ein Fiat Ducato die beste Wahl ist. Preis/Leistung passt, ein solcher Wagen ist günstig zu haben, überall auf der Welt gibt’s Ersatzteile und dass die meisten Wohnmobilhersteller auf Fiat zurückgreifen, wird auch seinen Grund haben. Also wird es

 

ein Fiat Ducato L4H2!

Am liebsten mit Allrad… 😛



Vorgabe 2: Selbst basteln möglich
(also kein Neufahrzeug! 😛 )

Bei Neufahrzeugen kann man ja heutzutage nichtmal mehr Lampen oder Zündkerzen wechseln. Das will ich nicht! Ich will das selber machen können!

Vorgabe 3: Selbst Schrauben!

Nicht nur um Kosten zu sparen, sondern auch um auf günstige gebrauchte oder sogar kostenlose Materialien zurückzugreifen, will ich den Ausbau komplett selbst übernehmen. Holz zum Beispiel bekommt man oft geschenkt. Um das richtige zu erwischen, braucht es nur etwas Such- und/oder Verhandlungsgeschick. Warum soll aber jemand, der sein Holz nicht mehr braucht, es wegschmeißen – wenn ich es noch verwenden kann? Wir werfen so viel weg. Das muss ja nicht sein. Frei Leben muss nicht teuer sein. Das will ich beweisen.

  • Investieren nur in Werkzeug ud Verbrauchsmaterial (Schrauben, Kleber, etc)
  • Dämmung, Holz, etc. geschenkt, getauscht oder günstig gebraucht gebakuft
  • 1000€ alles inklusive!

Vorgabe 4: Bordelektronik & Gas

Für alle Wetter und Situationen gerüstet soll der Wagen sein. Also inklusive Heizung, Kühlung und Elektrizität.

  • gebraucht gekauft oder geschenkt/ getauscht
  • alles inkl. max. 1000 € inkl. Geräte!! (Das wird ein (Verhandlungs-)Spaß!! 😛 )

Vorgabe 5: Küche

Ich stehe voll auf selbermachen und gesund ernähren. Da braucht man also eine vernünftige Küche im Wagen! Herdplatte, Kühlschrank, Spüle, … das alles mit entsprechend Stauraum wird schon eine kleine Herausforderung!

Vorgabe 6: Unabhängiges Bett!

Ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll. Aber ich will im zukünftigen Heim nicht ständig alles umräumen müssen, nur um schlafen zu können. Das heißt, entweder ist das Bett bereits „fertig“ und es gibt eine eigene SItzgelegenheit, oder aber der abendliche Bettumbau geht so schnell, dass er nicht nervt! Hurra!

Vorgabe 7: Badezimmer!

Unzählige Ausbauten zeigen, dass man schon sehr cool in Wohnmobilen jeder Art wohnen kann. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie haben kleine – oder gar keine Badezimmer! Wenn überhaupt, haben sie kleine Toiletten-Ecken, aber kaum bis gar keinen „Nassbereich“. Warum auch – man ist ja nicht dauerhaft darin… ich bin auch beinahe tägich in Sportvereinen oder Studios unterwegs und kann dort duschen. Aber wenn man mal zuhause ist, will ich auch hier duschen können. Hier muss es keine Luxusdusche sein, allerdings muss es ein „Nassbereich“ sein. Wer Hunde hat, wird meine Gedanken verstehen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang im Matsch muss ich sowas haben! 😛

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Mission Campervan!

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Alles zusammen, inkl. An/Ummeldung, TÜV, Gasprüfung, Versicherung will ich also maximal 8500 € ausgeben. Das wird spannend. Den Weg dorthin werde ich natürlich dokumentieren! Also, wenn dich das interessiert, solltest du nicht nur diesen Blog, sondern auch noch meinen Youtube Kanel abonnieren! 😉

Wenn du willst, sehen wir uns beim nächsten Mal!
Yours,
Indy
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